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Die Deutschen hadern mit der Demokratie
Wer ist ein echter Demokrat? Im November 2006 wurde im „ARD-DeutschlandTREND“ ermittelt, dass die Deutschen erstmals mehrheitlich nicht mehr zufrieden damit sind, wie die Demokratie in der Bundesrepublik funktioniert. Monatlich erhebt Infratest das politische Meinungsbild in der Bundesrepublik Deutschland, indem 700 Wahlberechtigte in Westdeutschland und 300 in Ostdeutschland telefonisch befragt werden. Die Erhebungen werden im Auftrag der ARD Tagesthemen und mehrerer Tageszeitungen durchgeführt, umfassen rund 14 Fragen und Angaben zur Person des Befragten. Nach 45 Jahren immer noch aktuell sind die Strophen vom echten Demokraten, die 1962 den Schülern und Schülerinnen der Abschlussklasse der Volksschule in Meckesheim mit den besten Wünschen für das fernere Leben, in die Berufs- oder zur weiteren Schulausbildung mitgegeben wurden, und die auszugsweise zitiert werden: „Wer ist ein echter Demokrat? Wer sagt, im Staat, in dem wir leben, sei vieles faul und nicht viel wert, der hat es leider zuzugeben, was schlecht ist, macht er selbst verkehrt. In Wirklichkeit ist dies die Lage: Der Staat fängt bei uns selber an! Und es erhebt sich nur die Frage, ob „Staat“ man mit uns machen kann? Zuerst: Ein Demokrat muss spüren, die Lebensform, wie er sie liebt, ist von den
Arten zu regieren, die allerbeste, die es gibt. Ihm ist bewusst und angeboren, dass er, der kleine Zivilist, dem Untertan von Diktatoren um Häupter überlegen ist. Doch weiß er auch vor allen Dingen, dass viel Gefahr im Menschen liegt. Man muss hier täglich mit sich ringen, damit der bessre Teil obsiegt. Die Lebensform der Demokraten fängt in den kleinsten Dörfern an, im Kreistag, Stadtrat, Magistraten, dann erst sind Bund und Länder dran. Und je nachdem wie demokratisch und gut es unten funktioniert, so reibungslos und so sympathisch wird in den obren Stocks regiert. Drum soll der Demokrat sich merken: Am Ort beginnt die große Welt! Wie sie in seinem Rathaus werken, so ist es um den Staat bestellt. Die Meinung übers Zeitgeschehen, die formt der echte Demokrat, sich durch die eigenen Ideen, nicht nur durch Presse und Plakat. Das unterscheidet unverhohlen den Untertan vom freien Mann. Der Untertan denkt wie befohlen, der Freie, wie er will und kann!
der Wolf trägt oft ein Schafsgewand, so mancher spricht wie Demokraten und strebt nach Diktatur im Land.
so lange nicht die Nacht beginnt, denn sonst entstünden Paragrafen, die giftiger als Schlangen sind. Nur auf dem Boden von Gesetzen erwächst ein redliches Geschlecht. Das weiß der Demokrat zu schätzen, denn nur wer Rechte hat, hat recht.“ Nach der neuen gültigen Rechtschreibung vom 1. August 2006 Rosina Schmalzhaf veröffentlicht im Amtsblatt des GEMEINDE VERWALTUNGSVERBAND
ELSENZTAL E 20887 C
33. Jahrgang 2. Februar 2007 Nummer 5
- Seite 28 http://www.gemeinde-mauer.de/PDF/elsenztal_5_2007.pdf
Textveröffentlichung in der "Unseren Post" - Februar 2007
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