Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

 im Verband der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn e. V.                                                                 

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1724

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Wie bequem haben wir es doch heute! Das Waschen bereitet uns keine Probleme mehr. Hausfrauen und Hausmänner erledigen das Wäschewaschen in kurzer Zeit. Sie sortieren die Wäsche nach den Pflegesymbolen. Ein Blick erfolgt in die Taschen an der Kleidung und Münzen, Schlüssel oder Kugelschreiber müssen und sollten nicht mitgewaschen werden. Flecken werden mit einer Waschpaste vorbehandelt und die Koch- Bunt- oder Feinwäsche wird in die Waschmaschine gefüllt, das Waschmittel dazugegeben und das Waschprogramm gewählt. Nach dem Start erscheint auf dem Display die Dauer des Waschvorganges in Stunden und Minuten und am Ende ertönt ein Signalton. Ganz anders der Waschtag unserer Mütter und Großmütter. Maria Bresch geb. Natto beschreibt in ihrem Buch „Einblick in tiefverwurzelte Traditionen“ den Waschtag als Plage, Anstrengung und Umtrieb im Haus. Schon am Vorabend erfolgte das Einweichen der Wäsche. Gutes Waschpulver gab es nicht, nur Seife und Soda und davor wurde die Lauge aus Holzasche hergestellt. Stark verschmutzte Handtücher und Hemden wurden vor dem Kochen der Wäsche von Hand gebürstet und rausgewaschen. Ungefähr zehn Minuten dauerte die Kochzeit der Wäsche, danach wurde sie in einen Holztrog geschöpft und alle Stücke auf Sauberkeit kontrolliert. Noch vorhandene Flecken wurden mit der Hand nachgerieben. Dann wurde zuerst mit heißem Wasser geschwenkt, später mit kaltem. Leintücher und Bettwäsche hatten ihr Gewicht und ein wahrer Kraftakt war das Auswringen. Um der Wäsche noch einen weißeren Teint zu verleihen, wurden oft Blaukugeln in Wasser aufgelöst, und die Weißwäsche über Nacht hineingelegt. Eine wunderbar, frischriechende Wäsche war für die Frauen die Entschädigung für die viele Stunden dauernde, mühevolle Arbeit.

                                                    

Rosina Schmalzhaf

     

 

                                                                  

 

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