Unser
Wetter - ein Aufschrei der Natur?
Glutofen-Hitze, Sahara-Sonne bei uns im Juli 2006.
Seit Beginn der Wetterbeobachtung 1901 hatten wir den heißesten Juli mit 38,8
Grad Celsius. Dann dieser August, an dem es tagtäglich regnete, der sich kalt
und sonnenscheinarm zeigte. Die Tropenhitze sorgte für dramatische Ernteausfälle
von bis zu 50% und für extreme Wetterkapriolen. Verheerende Gewitter und
Überschwemmungen richteten bundesweit erhebliche Schäden an. Unbestrittene
Tatsache ist es, dass wir Menschen für den Klimawandel selbst verantwortlich
sind. Besonders die Industrieländer sind im großen Umfang am Ausstoß von
Kohlendioxid (CO2) beteiligt. Der Mensch setzt die Treibhausgase vor
allem durch Verbrennung fossiler Energieträger wie Öl, Gas und Kohle frei, z.
B. beim Auto fahren, Nutzung der Öl- oder Gasheizung und des Stromverbrauchs.
Da der Energiebedarf ständig wächst, droht der CO2-Ausstoß in
Zukunft stetig zuzunehmen, der jedoch bereits in der Atmosphäre auf den höchsten
Wert seit 160.000 Jahren gestiegen ist. Auch die Zerstörung der Wälder trägt
zur Erhöhung der CO2-Konzentration bei, denn Bäume entziehen der
Luft während der Photosynthese Kohlendioxid. Die Natur wehrt sich gegen den
Raubbau. Politiker und die Industrie sind nun gefordert. Das Kyoto-Protokoll,
benannt nach dem Ort der Konferenz Kyoto in Japan, ist ein 1997 beschlossenes
Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der
Vereinten Nationen für den Klimaschutz. Es schreibt verbindliche Ziele für die
Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest. Einige Staaten, wie die
USA, Australien, Kroatien und das Fürstentum Monaco, haben das Protokoll zwar
unterzeichnet, nun aber angekündigt es nicht zu ratifizieren. Mehrere
OPEC-Staaten haben hingegen ihre Vorbehalte aufgegeben und ratifiziert.
Forderungen an die Industrie lauten z. B., umweltfreundliche Energien zu nutzen,
umweltfreundliche Fahrzeuge zu produzieren und stromfressende Geräte durch
energiesparende zu ersetzen. Es ist fünf vor Zwölf. Erhalten wir uns und
unseren Kindern und Enkeln unsere schöne Erde.
Rosina
Schmalzhaf
