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Die
Serenaden Im Wonnemonat Mai liegt es nahe mit unseren Gedanken etwas abzuschweifen und an den schönen Brauch des Serenadensingens für die Liebste zu denken. Die Natur mit ihrem Blütenreichtum ist erwacht, und die milden Frühlingstemperaturen laden zu einem Spaziergang ein. Maria Bresch, unsere Natto Rici, berichtet in ihrem Buch „Einblick in tiefverwurzelte Traditionen“, dass es nicht wie im Süden Europas üblich war, solo unter den Fenstern zu singen, sondern dass sich mehrere Freunde zusammenschlossen, oft von einem Geiger oder einem Trompetenbläser begleitet, die die Ständchen am Abend darbrachten. Es waren ungarische Lieder voller Melancholie und tiefer Leidenschaft, die von erfüllter Liebe erzählten. Nach drei Liedern verklang die Serenade. Die Mädchen bedankten sich, in dem sie Streichhölzer aufflackern ließen. So lautlos wie die jungen Burschen gekommen waren, entfernten sie sich wieder. Sie hinterließen einen nachhaltigen Eindruck und oft Herzklopfen, wenn der „richtige“ Verehrer dabei war. Hatten die Lieder gefallen, zollte die Nachbarschaft am nächsten Tag großes Lob. Sicherlich werden die jungen Männer unserer Zeit ebenfalls zündende Ideen haben, um ihrer Liebsten zu gefallen. Rosina Schmalzhaf
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