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Der Pojazzer – eine Kultfigur – damals
präsent auch im Wudigesser Fasching Der Aufmerksamkeit einer Budakesser Landsfrau ist es zu verdanken, dass der Fasching nicht begraben werden darf, ohne den Pojazzern zu gedenken. Seinerzeit verkörperten in Wudigess junge Burschen, meist in Begleitung ihrer Freunde, diese lustigen, amüsant unterhaltenden, bunt verkleideten Gesellen. In viele Häuser kamen sie zu Besuch, sagten einen Vers und erhielten zur Belohnung die köstlichen Zimmed- und Germkropfen. Da die Menschen schon immer in allen Völkern und Kulturen gerne lachen, ist der Bajazzo mit seinen Späßen überall zu Hause. Das Wort kommt aus dem Italienischen „pagliaccio“, was soviel wie Strohsack, Spaßmacher oder Hanswurst bedeutet. In Frankreich tritt er als Pierrot auf, weiß geschminkt in weiten Gewändern. Ein Urbedürfnis des Menschen scheint aber auch zu sein, sich eine Maske aufzusetzen, um sein Gesicht zu verändern und sich hinter einem fremden Wesen zu verbergen. Auch Tiere schlüpfen in andere Kleider. So gibt es Käfer, die Steine imitieren, Insekten die kleinen Zweigen zum Verwechseln ähnlich sehen oder sich der Form eines Blattes angleichen, sträubende Federn und mächtige Schwingen lassen werbende Männchen kräftiger und größer erscheinen. Andere Vögel imitieren die Gesänge verschiedener Artgenossen oder ahmen technische Laute, wie Autohupen, Bremsen und Lokomotivpfeifen nach. Tiere maskieren sich, um sich vor Feinden zu schützen, um den Geschlechtspartner auf sich aufmerksam zu machen, um Rivalen aus dem Feld zu schlagen oder um bei der Jagd auf Beute im Vorteil zu sein. Was will eigentlich der Pojazzer oder Clown? Die Palette reicht von Klamauk beim "Dummen August" bis zum anspruchsvollen "Spiegel vorhalten". Die Träne, mit der sich meist Harlekins oder auch Weißclowns schminken, macht die Tatsache bewusst, dass Freud und Leid eng beieinander liegen. Charlie Rivel, der „Akrobat Schöön“ war einer der beliebtesten Clowns der Welt. Er lebte nach dem Motto: „Ich bin ein Clown, mein Glück ist es, andere glücklich und froh zu machen. Ich wurde ein Clown, weil Gott mir diese Gnade geschenkt hat." Rosina Schmalzhaf
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