Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

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1724

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Oh du fröhliche

 

Seit Wochen werden wir beim Bummeln durch die Geschäfte oder Warenhäuser mit Weihnachtsliedern und –melodien auf das Fest eingestimmt. Respekt gebietet einzig das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“, das nicht als hilfreicher Geist zur Kauflust und zum Kaufrausch missbraucht wird. Es erklang zum ersten Mal am Heiligen Abend des Jahres 1818 in der St.-Nikolaus-Kirche in Oberndorf bei Salzburg mit Gitarrenbegleitung, da die Orgel des Gotteshauses nicht bespielbar war. Den Text verfasste Pfarrer Joseph Mohr, die Melodie komponierte der Dorfschullehrer und Organist Franz Xaver Gruber. Über Tirol nach Deutschland, in die USA und dann in den Rest der Welt trat es zusammen mit dem Weihnachtsbaum seinen Siegeszug an und ist heute das beliebteste und bekannteste Weihnachtslied. Was aber bedeutet uns überhaupt in unserer Zeit das Weihnachtsfest noch? Mit dem 1. Advent beginnt die Zeit der Vorfreude und der Erwartung auf Weihnachten. Doch oft sind aus den vier Wochen schon fünf, sechs oder mehr geworden. An manchen Orten sind bereits Mitte November Straßen und Geschäfte weihnachtlich geschmückt. Erleben wir die weihnachtlichen Dekorationen und Klänge sowie die übervollen Schaufenster so sehr verfrüht, wirken sie oft befremdend und erdrückend. Eher riechen und schmecken können wir Weihnachten im Advent auf den Weihnachtsmärkten beim Duft von Plätzchen und Holzspielzeug, von Bienenwachskerzen und Bratäpfeln, bei würzigem Glühwein, frisch gebackenen Lebkuchen, spiegelnden Glaskugeln und Lametta. Die Adventslieder, wenn sie der Posaunenchor spielt oder ein Kinderchor singt, geben dazu den richtigen Klang. In vielen Menschen rufen die Melodien Erinnerungen an die eigene Kindheit wach. Ursprünglich war die Adventszeit neben der Passionszeit eine zweite Zeit der Buße, in der nicht das Einkaufen, sondern das Fasten und die Andachten im Vordergrund standen. Heute bestimmen Hektik und Stress die Tage vor Weihnachten. Auf dem Plan stehen: Plätzchen backen, Geschenke aussuchen, für das Festmenu einkaufen, den Christbaum schmücken, Weihnachtskarten schreiben, die Wohnung auf Vordermann bringen, so dass wir bereits ziemlich ausgelaugt und mit strapazierten Nerven die letzten Tage vor dem Fest verbringen. Weihnachten ist nach wie vor in unseren Breiten der Höhepunkt des Jahres, und wir haben dem Fest viele Namen gegeben, wie "das Fest des Friedens", "das Fest der Liebe" oder auch das "Fest der Familie". Gerade das gestaltet sich jedoch von Jahr zu Jahr schwieriger, weil viele Menschen die Flucht in den Ski- oder Bade-Urlaub ergreifen, und die Zahl der Alleinstehenden wächst, die keine Familie haben, sowohl in der jungen als auch in der älteren Generation. Wie steht es um das Fest der "Liebe und des Friedens"? Schwelen doch überall auf der Welt Konflikte und finden Kriege statt. Auch im persönlichen Bereich klingt dies eher wie eine Beschwörungsformel, da Telefonseelsorge, Polizei und die Rettungsdienste rund um die Uhr im Einsatz sind. Prügeleien, Selbstmörder und Betrunkene lassen den Diensthabenden keine freie Minute. Weihnachten sorgt sozusagen für Krisenstimmung oder einen richtigen Familienkrach. Viele unterschiedliche Punkte tragen zu Streit, Wut und Enttäuschung bei. Als „Weihnachtschristen“ werden wir im Gottesdienst hören, was vor mehr als 2000 Jahren geschah, als Engel den Hirten „eine große Freude“ verkündeten. Weihnachten wird in uns einen ungebrochenen Zauber entfalten und vielfach werden Empfindungen und Gedanken in uns einströmen. Wir werden gespannt die Fernsehprogramme studieren und uns traditionell auf einen Mehrteiler freuen können, einen Familienbesuch einplanen und uns mit gutem Essen und Trinken verwöhnen. Fröhliche Weihnachten überall.

 

Rosina Schmalzhaf

 

                                                              

                                                                    

  

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