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weitere Fotos von Budakesser/innen/n in Mariazell: die Fotos stellten unsere Landsfrauen Anna Zahn geb. Schultz zur Verfügung (Schultz Annus) und Irma Kreisz geb. Szudits (Szudits Irmus) 1929 1958 1962 1965 1975 1978 1989 gesamte Wallfahrgruppe 1965 gesamte Wallfahrgruppe 1978
Ein
Herzenswunsch – eine Wallfahrt nach Mariazell
Seit 850 Jahren pilgern Menschen aus ganz Europa zur Mutter der Gläubigen Zeitlebens blieb das Wort Urlaub ein Fremdwort für viele unserer Eltern und Großeltern. Jedoch der stille Herzenswunsch, wenigstens einmal im Leben nach Mariazell zu pilgern, prägte Generationen unserer Ahnen, ganz gleich ob Mann oder Frau, jung oder alt, arm oder reich, gebildet oder unwissend. In unserer Heimatgemeinde Wudigeß lag es unzähligen Menschen am Herzen, keine Anstrengungen und Kosten zu scheuen und zur Wallfahrt nach Mariazell aufzubrechen, um bei der Gnadenmutter zu danken und zu bitten. Als
1157 Mönche aus dem Benediktinerstift St. Lambrecht Mariazell gründeten,
sollte es zur Heimstätte der Brüder, ausgefüllt mit deren Leitwort „Ora et
labora" - „Bete und arbeite", nach den Lebensregeln ihres
Ordensvaters, des Hl. Benedikt von Nursia, werden. Jedoch sehr bald nach der Gründung
wurde Mariazell zu einem Zufluchtsort für Menschen, die aus Österreich,
Ungarn, Böhmen und Mähren wallfahrteten. Im Jahre 1200 stiftete Markgraf
Heinrich aus Mähren die romanische Kapelle. Nach dem ersten Sieg der Ungarn über
die Türken lässt der ungarische König Ludwig I. 1366 zum Dank die Kirche
durch eine gotische Kapelle erweitern und stiftete die „Magna Hungarorum
Domina", ein Madonnenbild, das noch heute am Altar der Schatzkammer, vor
allem von ungarischen Gläubigen verehrt wird. Ora et labora gilt als Ermahnung, dass das Leben aus Beten und
Arbeiten bestehen solle, denn schon im 1. Buch des Alten Testamentes, in Genesis
3,19, finden wir den Satz „im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot
essen“. So wurde mit Hilfe der Mönche im Mariazeller Land gerodet, in den
steiermärkischen Gemeinden Gusswerk Erz gegossen und in Halltal Salz abgebaut.
Abseits der großen Straßen, in der unberührten Natur des nordsteirischen
Alpengebietes liegt Mariazell. Ein Wallfahrtsort, dessen Liebreiz von einer
kleinen, 48 cm hohen, schlichten romanischen Marienstatue aus Lindenholz
ausgeht, die Maria darstellt, wie sie mit der Hand auf ihr, auf ihrem Schoß
sitzende Kind, Jesus Christus, zeigt und damit zum Ausdruck bringt, auf ihn
sollt ihr hören. Eine Aussage, die hervorhebt, er ist der Weg, die Wahrheit und
das Leben. So wird Mariazell mit seiner Gnadenmutter, als große Mutter Österreichs,
als „Magna Mater Austriae“ auch heute noch verehrt und zur Heimat vieler
Menschen aller Charaktere, aller Schichten und verschiedener religiöser,
politischer und wirtschaftlicher Gruppierungen, die nach dem bleibenden Sinn des
Daseins in einem Gnadenort, der Menschen spüren lässt, dass Himmel und Erde
einander berühren, suchen. Rosina Schmalzhaf
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