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http://de.wikipedia.org/wiki/Darstellung_des_Herrn
Mit Mariä Lichtmess endete bis zur Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils die Weihnachtszeit, die jetzt mit dem Tauffest Christi, am Sonntag nach dem Fest Heilige Drei Könige (Epiphanias – Fest der Erscheinung des Herrn), abschließt. „Daham“ in Wudigeß wurde an Lichtmess der Christbaum in der „verziereten, vedren Stum“ „okramt“ und die Krippe aus Papier für das nächste Weihnachtsfest sorgfältig zusammengefaltet. Beim Abräumen des Weihnachtsbaums durften die Kinder helfen. Der abgehängte Szaloncukor wurde genau aufgeteilt. Die Enttäuschung folgte, wenn die Erwachsenen und die größeren Kinder über die Festtage am Baum schon geräubert, die Weihnachtspralinen entnommen und statt ihrer Brotstückchen geschickt in die bunten Glanzfolien eingepackt hatten. Die kath. Kirche begeht Mariä Lichtmess 40 Tage nach Weihnachten, am 2. Februar. Eingeführt wurde das Fest um das Jahr 542 zum Gedächtnis an die Darbringung des Jesuskindes im Tempel. Beim Tempelgang der Eltern Jesu erfüllten diese zwei Vorschriften des Alten Testaments. Einmal galt eine Mutter nach der Geburt eines Sohnes 40 Tage, nach der Geburt einer Tochter 80 Tage kultisch als unrein und durfte nichts Geweihtes berühren und den Tempel nicht betreten. Nach der Karenzzeit musste sie als Reinigungsopfer ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben darbringen. Da die erstgeborenen Söhne Gott zu weihen waren, wurde Jesus zum Priester in den Tempel gebracht und Gott „dargestellt“. Im Tempel begegneten Maria und Josef dem greisen, gerechten und frommen Simeon und der hochbetagten Prophetin Hanna, die in dem Kind Jesus den Erlöser Israels erkannten und nach Lukas 2, 21-40 Gott dafür priesen, dass er sie das Heil schauen ließ. Simeon segnete die staunenden Eltern und Hanna sprach über das Kind zu den auf die Erlösung Israels wartenden Tempelbesuchern. Die Eltern kehrten mit Jesu nach Galiläa in ihre Stadt Nazaret zurück, wo das Kind Gottes Weisheit und Gnade erfuhr und kräftig heranwuchs. Die
Kerzenweihe an Mariä Lichtmess nimmt Bezug auf den Lobpreis des alten, ehrwürdigen
Simeon für das Licht, das Gott allen Völkern sandte. Der Jahresbedarf
an Kerzen für die Kirche wurde/wird geweiht, und die Gläubigen
brachten/bringen zur Segnung Kerzen für den häuslichen Bedarf mit in den
Gottesdienst. Vor 1881, der Präsentation der von Edison perfektionierten Glühlampe
auf der Elektrizitätsausstellung in Paris, und der Einrichtung der
Stromleitungen in die Häuser und Stallungen, dienten Kerzen vor allem der
Lichterzeugung. Denen am
Lichtmesstag im Gottesdienst geweihten Exemplaren kamen jedoch besondere Rollen
zu. So schützten sie die Mutter eines Neugeborenen vor Zauberei und Hexerei,
vor Krankheit und schnellem Tod. Sie schützten vor Unwetter und Blitzeinschlag
und spendeten ihr Licht, wenn ein Hausbewohner im Sterben lag. Heute
begleiten uns Kerzen mehr denn je ein ganzes Leben lang, in frohen und betrübten
Stunden, in romantischen oder nüchternen Situationen, aber vor allem zu
festlichen Anlässen können wir dem
leichten Spiel der Flammen zuschauen, uns behaglich fühlen, uns an der
wohltuenden Wärme erfreuen - und träumen.
Rosina Schmalzhaf nach Erzählungen
von Budakesser Landsleuten
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