Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

 im Verband der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn e. V.                                                                 

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1724

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Kräuter der Natur     Einladung an den gedeckten Tisch der Natur

Der Schöpfung reiche Schätze zum Labsal für Mensch und Tier

 

Reichliches Sammeln von Kräutern, Blüten, Früchten, Wurzeln, Blättern und Samen war für die Menschen der Urzeit wichtig, um zu überleben. Mit den Jahren fanden sie heraus, mit welchen Blättern und Früchten sie ihren Speisen einen aparten, außergewöhnlich guten Geschmack verleihen konnten. Im Mittelalter war das Wissen um die Kräuter eine Angelegenheit der Mönche in den Klöstern. Sie legten weiträumige Heil- und Küchenkräutergärten an. Pioniere im Kräuterimport waren die Benediktiner, brachten sie doch viele Pflanzen aus ihrem Stammkloster Monte Cassino mit und verteilten sie über Europa. Das Kloster selbst wurde 529 von Benedikt von Nursia gegründet und gilt als eine Urzelle abendländischer Mönchskultur. Die Abtei liegt im Süden der Region Latium, oberhalb der Stadt Cassino, etwa 110 km von Rom entfernt. Ihre Erkenntnisse im Umgang mit den Heilkräutern und deren Wirkstoffen ergänzten die Ordensleute mit den mündlichen Überlieferungen der Volksmedizin. Die Benediktinerin Hildegard von Bingen, die "Rheinische Sybille", Gründerin zweier Frauenklöster, Naturheilkundlerin, Ratgeberin von Bischöfen, Päpsten und Königen, Dichterin und Komponistin schrieb Abhandlungen zur Naturgeschichte und Naturheilkunde von Pflanzen, Tieren, Bäumen und Edelsteinen, wobei ihre Ausführungen im Zusammenhang mit der Pflanzenheilkunde sowie der Edelsteintherapie herausragende Bedeutung erlangten. Im 14. Jahrhundert verbreiteten sich in den Städten die Apotheken. Das Wissen um die Kräuter konnte aus den von Nonnen und Mönchen verfassten Büchern über die Wirkung der verschiedenen Kräuter übernommen werden. Gegenwärtig erleben wir einen wahren Kräuterboom, da diese als Genuss für Körper, Geist und Seele empfunden werden, die heilen, würzen und stärken. Neben dem vielseitigen Einsatz in der Küche zum Veredeln und Aromatisieren werden ihre angenehmen Düfte als Grundlage für Produkte zur Körperpflege und auch ihre medizinische Wirkung geschätzt, um Krankheiten und Beschwerden zu lindern. Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Bitter-, Gerb- oder Farbstoffe wirken sich günstig auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Dank würzigem Thymian, aromatischem Salbei oder exotischem Koriander reduzieren viele Verbraucher ihren Salzkonsum und würzen mit diesen Kräutern, die den Eigengeschmack der Speisen zur Geltung bringen. Zudem tragen Kräuter zur Vitamin- und Mineralstoffversorgung bei. Auch unsere Tiere leben im Einklang mit der Natur. Viele spüren genau, wenn sie krank werden und fressen instinktiv die Kräuter, die ihnen dabei helfen, gesund zu werden. Tiere sind sehr feinfühlig und erkennen völlig zuverlässig, welches ätherische Öl sie brauchen. Erkennen wir mit dem irischen Dichter George Bernhard Shaw (1856-1950) "Oh große Kräfte sind's, weiß man sie recht zu pflegen, die Pflanzen, Kräuter, Stein in ihrem Innern hegen."

 

Rosina Schmalzhaf

 

                                                                                             

                                                              

                                                                    

  

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