|
|
O
Heimat, wir sind alle dein,
wie
weit und fremd wir gehen!
Du
hast uns schon im Kinderschlaf ins Blut hineingesehen.
Kein
Weg ist, den wir heimlich nicht
nach
einem Heimweg fragen,
wer
ganz verlaufen, wird im Traum
zu
dir zurückgetragen. Blickt man auf den Ort Budakeszi, der eingebettet am Fuße waldbedeckter Hänge
liegt, so umfängt den Betrachter gleich eine tiefe Geborgenheit wie in Abrahams
Schoß. Diese Faszination springt
vielfach auch auf junge Menschen über, die selbst nicht mehr „daheim“
geboren wurden und lässt die Verbundenheit mit diesem Ort spüren. Leider hat das Wort Heimat seit der Zeit der Nationalsozialisten einen
bitteren Beigeschmack erhalten. Heimat, Volk, Nation dahinter versteckten sich
Hass, Ausgrenzung, Verfolgung und Krieg. In Europa sollten diese Zeiten bald
endgültig der Vergangenheit angehören. Die Welt ist global geworden und rückt
zusammen. Für Jugendliche ist Heimat überall da, wo sie sich zu Hause fühlen,
wo sie ihren Arbeitsplatz, ihre Freunde und ihre Bekannte haben. Den Stellenwert
wird Heimat als Ort, wo man geboren wurde, die Familie lebt, eine glückliche
Kindheit und liebevolle Eltern hatte, wo man in den Kindergarten und zur Schule
gegangen ist, immer behalten. Es sind die Jahre, die uns prägen und in uns
bleibende Eindrücke hinterlassen. Rosina Schmalzhaf
|