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Liebliche, aromatische Wohlgerüche erfüllten die Häuser - köstlicher Hätscherl-lekvár, ein Produkt aus den wilden Früchten des Herbstes Unsere Mütter und Großmütter kannten sehr genau ihre Stellung als Frau und die dazugehörigen Pflichten einer Ehefrau, die mit dem Abnehmen des bräutlichen Kopfschmuckes begannen. Kochen und Backen zählte zu einer der wichtigen Aufgaben, die die Frauen gerne erfüllten. Und so duftete es fast das ganze Jahr aromatisch aus den Küchen bzw. den „Summerkucheln“. Wenn im Herbst die prallen reifen Früchte der Wildstauden zum Ernten einluden, und diese Einladung hat ihre Gültigkeit bis in unsere Tage nicht verloren, sammelten die Frauen die roten Hagebutten und verarbeiteten die vitaminreichen Früchte zu Marnelade. Nach dem ersten Frost waren/sind diese gebräunt und richtig reif, so dass sich das Fruchtmark leichter von den Schalen löste und löst. Hagebuttenfunde bei den Pfahlbauten am Bodensee belegen, dass diese Früchte
in Deutschland schon lange Zeit genutzt wurden. Bekannt ist, dass Karl der Große
um 800 in seiner Landgüterverordnung den Wildrosenanbau zu medizinischen
Zwecken befahl und Hagebutten verarbeitet wurden. Sowohl der Benediktiner,
Dichter, Botaniker und Diplomat Walahfrid
Strabo und die heilkundige Benediktinerin Hildegard von Bingen beschrieben die
Heilanwendungen der Wildrose. Das Interesse an einem kommerziellen Anbau begann
jedoch erst mit der Entdeckung des hohen Vitamin-C-Gehalts dieser Früchte.
Sebastian Kneipp empfahl Hagebuttenaufkochungen bei Nieren- und Blasenleiden
oder Magenkrämpfen. Vielfach wurden früher Hagebutten samt den Kernen frisch
vom Strauch gegessen, um Bandwürmer abzutreiben. Wer abergläubisch ist, sollte um Weihnachten herum drei Hagebutten der
Hundsrose verspeisen, die nach altem Volksglauben vor körperlichem Schaden
bewahren. Im 18. Jahrh. widmete Hoffmann von Fallersleben
mit der
Volksweise „Ein Männlein
steht im Walde“ der
Hagebutte ein Lied. Rosina Schmalzhaf auf Anregung einer Budakesserin
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