Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

 im Verband der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn e. V.                                                                 

        Die Budakesser Gemeinschaft stellt Ihnen 

           bitte eintreten! - please enter!              sich und ihre Arbeit vor:                 Amtliches Gemeindesiegel 1724

 

1724

                      wir über uns   damals in Budakeszi   heute in Budakeszi

                      Familienforschung   unser Heimatbuch "Budakeszi / Wudigeß"

                      Portraits   Veranstaltungen und mehr   Kontakte   interessante Links

         

 

Die kaum zu übertreffende Farbenpracht des Herbstes 2003

 Welche Farbenpracht hat uns doch die Natur im letzten Herbst geschenkt! Der warme, Goldene Oktober reichte bis in die Mitte des Novembers, so dass auch von einem Goldenen November die Rede war. Selbst an der Börse glänzte der November golden. Deutlich milder als in den übrigen Jahren war das Wetter, und die Sonne strahlte. „Altweibersommer“ nennt der Volksmund diese Schönwetterperiode. Der Ursprung dieses Begriffs führt weit zurück in unsere Vergangenheit, nämlich in die germanische Mythologie. Dort ist nachzulesen, dass an sonnigen Septembertagen mit anschließend kühlen, klaren Nächten in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages, durch den Tau auf den Pflanzen und Bäumen, Spinnweben deutlich zu erkennen sind. Und nach altem germanischem Glauben zeigt sich darin das Wirken der "Nornen", der alten Schicksalsgöttinnen, die an den Lebensfäden der Menschen spinnen sollen. Weil diese Spinnfäden so silbrig glitzerten, glaubten früher die Leute alte Weiber hätten diese Haare beim Kämmen verloren und nannten deshalb die Zeit der Silberfäden „Altweibersommer“. Aber das ist natürlich nur eine Sage und alte Weiber war früher auch kein Schimpfwort. Spätere, im Christentum entstandene- Legenden, wissen zu berichten, dass die Silberfäden des Altweibersommers aus dem Mantel Marias stammen, den sie bei ihrer Himmelfahrt trug. Im Volksmund heißen daher diese Spinnfäden auch "Marienfäden", "Marienseide", "Marienhaar" oder "Unserer Lieben Frauen Gespinnst". In den Neuengland-Staaten und in Kanada nennt sich der Altweibersommer "Indian Summer“ und ist berühmt für die prächtige Herbstfärbung der Laubbäume. Der Name "Indian Summer" begründet sich auf einer alten indianischen Legende, nach der das Rot der Bäume das Blut eines erlegten Bären symbolisieren soll. Die Laubwälder zeigen eine unglaubliche Farbenpracht, die durch die kalten Nächte und die warmen, sonnigen Tage sowie die vielfältigen Baumarten hervorgerufen wird. Beim Rundflug mit dem Hubschrauber scheint es, als ob die Wälder in hellen Flammen stünden. Für unsere Eltern und Großeltern war der Herbst die Zeit der Weinlese, der Hausschlachtung, des Kukuruzausschälens und des Federschleißens mit schönen Erlebnissen bei den Weinlesefesten, beim Sautanz und in der Kungelstum.

Rosina Schmalzhaf

                                   

                       

                                                 

                                                                        

 

                                                                          zurück zur Startseite