Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

 im Verband der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn e. V.                                                                 

        Die Budakesser Gemeinschaft stellt Ihnen 

           bitte eintreten! - please enter!              sich und ihre Arbeit vor:                 Amtliches Gemeindesiegel 1724

 

1724

                      wir über uns   damals in Budakeszi   heute in Budakeszi

                      Familienforschung   unser Heimatbuch "Budakeszi / Wudigeß"

                      Portraits   Veranstaltungen und mehr   Kontakte   interessante Links

         

                                               

                                    

    Dr. Jautz Magdólna             

      Bild und Text aus unserem Heimatbuch "Budakeszi/Wudigeß" Seite335

 

 

                                 Nachruf für Dr. Jautz Magdólna „Schwester Flamina“  

 

                                 Dr. Jautz Magdólna „Schwester Flamina“  Foto aus dem Hírmondó  8/2003       

 

                                                    Foto aus dem Hírmondó  8/2003 

                                                     zu einem Interview auf Seite 17 - zwischen

                                                    Dr. Jautz Magdólna "Schwester Flamina"

                                                    und Redakteur Gábriel Győző

 

„Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit 

weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.“ - Daniel 12,3 - Sanft entschlief am 1. August 2005

in Piliscsaba unsere Landsfrau Dr. Jautz Magdólna „Schwester Flamina“ im gesegneten Alter, 

im 95. Lebensjahr, im 75. Jahr ihres Ordensgelübdes. In Budakeszi hineingeboren in eine

tiefreligiöse Familie wurde sie bereits mit drei Jahren zur Halbwaisen. Mit viel Liebe, unter 

schwierigsten Umständen erzog die verwitwete Mutter ihre vier Kinder. Schwester Flaminas 

Bruder, Matthias (Moci) folgte der geistlichen Berufung als Priester. Ihre Vorbereitung zur 

Nonne begann im Kindesalter von neun Jahren. Mit zwölf Jahren kam sie nach Sopron ins 

Kloster, in das damalige Mutterhaus der Kongregation „Töchter des göttlichen Erlösers“. 

Hier erfolgte ihre Schul- und Lehrerinnenausbildung. Am 27.Juli 1929 bekam sie ihre 

Ordenstracht und wurde Nonne. Nach dem Noviziat unterrichtete sie 3 Jahre in Budapest

und Csorna an der staatlichen Grundschule. Ihre Vorgesetzten schickten sie 1933 zum 

Studium fürs höhere Lehramt nach Szeged. Dort an der Franz-Josef-Universität erhielt sie 

1941 mit „Summa Cum Laude“ die philosophische Doktorwürde. Zuvor schrieb sie 1939 

eine geographische Abhandlung über unsere Heimatgemeinde Budakeszi. In Budapest, 

im Szent Margit Intézet, einem ordenseigenen Gymnasium mit Internat für höhere Töchter, 

übte sie ihre Lehrtätigkeit in den Fächern Chemie, Biologie, Geographie, Musik und Gesang 

aus. Sie war eine äußerst beliebte Lehrerin, die auch nach der Verstaatlichung der Schulen 

eine herzliche Verbindung zu ihren Schülern und deren Kinder hatte. In der schwierigen Zeit 

der Auflösung der Werte unterrichtete sie im Geheimen Religion, war Kantorin und führte den 

Pfarrhaushalt ihres Bruders. Sehr betroffen war sie über die Vertreibung ihres anderen 

Bruders, Franz, Jautz bútoros. Sobald es später möglich war, besuchte sie ihn einige Male 

in Deutschland. Da sie in der Zeit des Sozialismus in Ungarn ihre Rentenansprüche für ihre 

Lehrtätigkeit als Ordensschwester verlor, musste sie 1959 ein Arbeitsverhältnis bis zu ihrer 

Verrentung 1974 eingehen und arbeitete als Leiterin der Hausgewerblichen 

Produktionsgenossenschaft Solidarität. Danach verwaltete sie 25 Jahre als Kassenwartin 

die Finanzen der Kirchengemeinde in Budakeszi, fürsorglich betreut und versorgt von ihrer 

älteren Schwester, Maria Merkl (Médi). 1993, von der Provinzoberin beauftragt, organisierte 

sie für die weltlichen Mitglieder ihrer Kongregation die Gruppen „Gemeinschaft der seelischen 

Erlösung“, ermunterte sie nach dem Evangelium zu leben und hielt mit ihnen bis zu ihrem 

Lebensende engen Kontakt. Seit Mai 1997 lebte sie in Piliscaba, im Haus Maria Himmelfahrt 

(Nagyboldogasszony), einem Zuhause für betagte Nonnen. Dort war es ihr möglich, endlich 

wieder als Schwester Flamina in Gemeinschaft mit Ordensleuten und Gott unter einem 

Dach zu leben. Der Leitgedanke ihres ganzen Lebens war, dem seelischen Heil der Menschen 

zur Ehre Gottes zu dienen. Der Trauergottesdienst mit Urnenbeisetzung fand am 12. August 2005

in der St. Anna Kirche am Batthány tér in Budapest unter sehr großer Anteilnahme ihrer 

Heimatgemeinde, Mitschwestern und früheren Schülerinnen statt.

 

 

Wir werden Schwester Flamina stets in guter Erinnerung behalten. Möge sie ruhen in Frieden.

Ihre Neffen Ferenc und Imre Jautz mit Familien und die Budakesser Gemeinschaft

   

                                                                                                                                                                               

                                                        

                                   

                                                     zurück zu "unser Heimatbuch" - Seite 297 - Ende 

                                                                           

zurück zu Portraits                                         

                                                                       zurück zu Veranstaltungen und mehr

   

 

                                                                          zurück zur Startseite