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Bild und Text aus unserem Heimatbuch "Budakeszi/Wudigeß" Seite335
Nachruf
für Dr. Jautz Magdólna „Schwester Flamina“
Foto aus dem Hírmondó 8/2003 zu einem Interview auf Seite 17 - zwischen Dr. Jautz Magdólna "Schwester Flamina" und Redakteur Gábriel Győző
„Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.“ - Daniel 12,3 - Sanft entschlief am 1. August 2005 in Piliscsaba unsere Landsfrau Dr. Jautz Magdólna „Schwester Flamina“ im gesegneten Alter, im 95. Lebensjahr, im 75. Jahr ihres Ordensgelübdes. In Budakeszi hineingeboren in eine tiefreligiöse Familie wurde sie bereits mit drei Jahren zur Halbwaisen. Mit viel Liebe, unter schwierigsten Umständen erzog die verwitwete Mutter ihre vier Kinder. Schwester Flaminas Bruder, Matthias (Moci) folgte der geistlichen Berufung als Priester. Ihre Vorbereitung zur Nonne begann im Kindesalter von neun Jahren. Mit zwölf Jahren kam sie nach Sopron ins Kloster, in das damalige Mutterhaus der Kongregation „Töchter des göttlichen Erlösers“. Hier erfolgte ihre Schul- und Lehrerinnenausbildung. Am 27.Juli 1929 bekam sie ihre Ordenstracht und wurde Nonne. Nach dem Noviziat unterrichtete sie 3 Jahre in Budapest und Csorna an der staatlichen Grundschule. Ihre Vorgesetzten schickten sie 1933 zum Studium fürs höhere Lehramt nach Szeged. Dort an der Franz-Josef-Universität erhielt sie 1941 mit „Summa Cum Laude“ die philosophische Doktorwürde. Zuvor schrieb sie 1939 eine geographische Abhandlung über unsere Heimatgemeinde Budakeszi. In Budapest, im Szent Margit Intézet, einem ordenseigenen Gymnasium mit Internat für höhere Töchter, übte sie ihre Lehrtätigkeit in den Fächern Chemie, Biologie, Geographie, Musik und Gesang aus. Sie war eine äußerst beliebte Lehrerin, die auch nach der Verstaatlichung der Schulen eine herzliche Verbindung zu ihren Schülern und deren Kinder hatte. In der schwierigen Zeit der Auflösung der Werte unterrichtete sie im Geheimen Religion, war Kantorin und führte den Pfarrhaushalt ihres Bruders. Sehr betroffen war sie über die Vertreibung ihres anderen Bruders, Franz, Jautz bútoros. Sobald es später möglich war, besuchte sie ihn einige Male in Deutschland. Da sie in der Zeit des Sozialismus in Ungarn ihre Rentenansprüche für ihre Lehrtätigkeit als Ordensschwester verlor, musste sie 1959 ein Arbeitsverhältnis bis zu ihrer Verrentung 1974 eingehen und arbeitete als Leiterin der Hausgewerblichen Produktionsgenossenschaft Solidarität. Danach verwaltete sie 25 Jahre als Kassenwartin die Finanzen der Kirchengemeinde in Budakeszi, fürsorglich betreut und versorgt von ihrer älteren Schwester, Maria Merkl (Médi). 1993, von der Provinzoberin beauftragt, organisierte sie für die weltlichen Mitglieder ihrer Kongregation die Gruppen „Gemeinschaft der seelischen Erlösung“, ermunterte sie nach dem Evangelium zu leben und hielt mit ihnen bis zu ihrem Lebensende engen Kontakt. Seit Mai 1997 lebte sie in Piliscaba, im Haus Maria Himmelfahrt (Nagyboldogasszony), einem Zuhause für betagte Nonnen. Dort war es ihr möglich, endlich wieder als Schwester Flamina in Gemeinschaft mit Ordensleuten und Gott unter einem Dach zu leben. Der Leitgedanke ihres ganzen Lebens war, dem seelischen Heil der Menschen zur Ehre Gottes zu dienen. Der Trauergottesdienst mit Urnenbeisetzung fand am 12. August 2005 in der St. Anna Kirche am Batthány tér in Budapest unter sehr großer Anteilnahme ihrer Heimatgemeinde, Mitschwestern und früheren Schülerinnen statt.
Wir werden Schwester Flamina stets in guter Erinnerung behalten. Möge sie ruhen in Frieden. Ihre Neffen Ferenc und Imre Jautz mit Familien und die Budakesser Gemeinschaft
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