Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

 im Verband der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn e. V.                                                                 

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1724

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Die Donau, das wunderbare blaue Band von Europa

 

Im Schwarzwald bringen die Donau ihre beiden Quellgewässer Brigach und Breg durch ihr Zusammenfließen zu Weg. Auf diesem Fluss gelangten mit den Ulmer Schachteln vor 250 Jahren unsere Ahnen, 45.000 Personen, in den drei großen und mehreren kleinen Schwabenzügen nach Ungarn. Neben Ulm wurde Regensburg ein Sammelpunkt der Auswanderer nach Südosteuropa. Die Menschen kamen aus dem Saarland, aus Westfalen, der Pfalz, aus Hessen, Bayern und dem Frankenland. Waren sie verheiratet und katholisch, erfüllten sie die notwendigen Voraussetzungen für die Zuteilung von Boden zur Gründung eines Bauernhofes. Erst das Toleranzedikt Kaiser Josefs II. von 1784 öffnete auch der evangelischen Bevölkerung den Weg nach Ungarn. Sie alle wurden unter der Bezeichnung „Donauschwaben“ zusammengefasst, obwohl sie Pfälzer, Bayern, Franken oder Lothringer waren. Die Donau durchströmt auf ihrem fast 3.000 km fassenden Weg von West nach Ost acht Länder und mündet im Donaudelta ins Schwarze Meer. Sie ist die einzige große europäische Wasserstraße, die von Westen nach Osten fließt und bei der im Gegensatz zu anderen Flüssen die Kilometer von der Mündung bis zur Quelle hochgezählt werden. Offizieller Nullpunkt ist der Leuchtturm von Sulina am Schwarzen Meer. Nach der Wolga ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas. Der mächtige Strom beflügelte Dichter, Komponisten, Monarchen, Händler und Kriegsherren. Seine berühmteste kulturelle Resonanz fand er in der Musik, im Donauwalzer aus der Feder von Johann Strauß. Überhaupt ist die Donau Synonym für das österreich-ungarische Kaiserreich, das den volkstümlichen Beinamen „Donaumonarchie“ trägt. Mit der Donau assoziieren sich so prachtvolle Städte wie Wien und Budapest mit ihren beeindruckenden Bauwerken und Sehenswürdigkeiten, die stellvertretend für eine Vielzahl bedeutender Städte an der Donau genannt werden sollen. Wiens Innenstadt mit dem Stephansdom im Zentrum zählt zum Weltkulturerbe. In Budapest zieht der breite Strom der Donau sich wie ein silberner Faden durch die Stadt und teilt auf der Westseite das bergige Buda mit Burg, Matthiaskirche und der ihr vorgelagerten Fischerbastei von dem auf der östlichen Seite liegenden, flachen Pest mit Parlament, Basilika, Nationaltheater, der großen Markthalle und anderer bedeutender Baudenkmäler. Der Westbahnhof ist gemeinsam mit dem Ostbahnhof geprägt durch das Zeugnis einer großen Bahnhofsarchitektur. 1987 hielten Budapests Burgviertel und das Donaupanorama Einzug in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und 2002 folgte die Andrássy-Straße in Pest, in der von 1871 bis 1885 eine 2,4 Kilometer lange Allee errichtet wurde, die gesäumt wird von Wohnpalästen, der Ungarischen Staatsoper, dem Museum "Haus des Terrors", und die zum Heldenplatz hinführt, in dessen Mitte sich um das Millenniumsdenkmal die Standbilder von vierzehn ungarischen Königen gruppieren. Die Kunsthalle und das Museum der Schönen Künste bilden eine Einfassung. Unter der Straße verkehrt die erste Budapester U-Bahn, die nach der Londoner Untergrundbahn die zweitälteste Europas ist. Wie viele andere Flüsse hat die Donau seit dem Beginn der Industrialisierung zahlreiche schwere Eingriffe durch Menschenhand erfahren, so dass heute nur noch die Hälfte des Flusslaufs als „naturnah“ bezeichnet werden können. Industrie, Landwirtschaft, Tourismus, die Zuleitungen von Abwässern, die Regulierungen durch Kanäle und Staudämme setzten dem Strom mächtig zu. Energie aus Wasserkraftwerken an der Donau gewinnen die Länder Deutschland, Österreich, die Slowakei, Serbien und Rumänien. Als Wasserstrasse dient die Donau heute zahlreichen Hotelschiffen, die vorwiegend mehrtägige Kreuzfahrten zwischen Passau, Wien, Budapest und dem Schwarzen Meer anbieten, vielen Tagesausflugsschiffen, unzähligen Sportmotorbooten und einigen Frachtschiffen. Neben den beliebten Städtereisen entlang der Donau sind zahlreiche Donaulandschaften und Nationalparks von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Naturpark Obere Donau in Deutschland, die Wachau sowie der Nationalpark Donau-Auen in Österreich, das Eiserne Tor zwischen Serbien und Rumänien und das transnationale Donaudelta. Insbesondere auf der nicht schiffbaren und daher verkehrsfreien oberen Donau gibt es die Möglichkeit zu Kanu-, Paddel- und Bootstouren. Entlang der Donau führt der beliebte Donauradweg zwischen Passau und Wien. Zu vernachlässigen ist die Fischerei an der Donau, die nur im Donaudelta von größerer Bedeutung ist. Nach Aufbereitung des Wassers nutzen Deutschland und Rumänien die Donau als Trinkwasserquelle. Weinanbaugebiete mit qualitativ hochwertigen Sorten finden wir in der Wachau und nach der sozialistischen Ära erleben die ungarischen Weine eine Renaissance. In Deutschland kennt der Weinliebhaber den Regensburger Landwein.

 

Rosina Schmalzhaf

Donaupanorama

 

Blick von Buda aufs Parlament in Pest

 

   Budapest - Parlament mit Burg   

 

 

                   Budapest - Kettenbrücke - Széchenyi Lánchíd          

 

 

   Fotos: Herbert Schmalzhaf

          

                                                                                            

                                                       

                                                                          

 

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