Budakesser Gemeinschaft Amtliches Gemeindesiegel Budakeszi 1724

                                    

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1724

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  Unsere Post Januar 2007

                                                                                                              „Christus Mansionem Benedicat“

Nach dem Gottesdienst am Festtag der Heiligen Drei Könige, dem 6. Januar, werden in den Städten und Dörfern Jungen und Mädchen in Gruppen, ehrenamtlich als Sternsinger mit einem erwachsenen Begleiter, in die Wohnungen und Häuser ausgesendet, um singend den Bewohnern Segenswünsche zu bringen und um eine Spende für Kinderhilfsprojekte in der ganzen Welt zu bitten. In festliche Gewänder gehüllt, leuchtende Kronen auf dem Kopf, weihrauchschwenkend und von einem Sternenträger geführt, bereiten sie als Caspar, Melchior und Balthasar viel Freude. Auf Wunsch schreiben sie an die Haustüren die Jahreszahl und das C + M + B, das bedeutet Christus Mansionem Benedicat – Christus segne dieses Haus. Im letzten Jahr stand die Sternsingeraktion unter dem Motto „Kinder schaffen was! – Los ninos lo pueden lograr!“. Als Beispielland wurde das südamerikanische Peru ausgewählt. Etwa zwei Millionen Kinder müssen in diesem Land zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen und weltweit sind es laut Statistik 352 Millionen Kinder im Alter von fünf bis 18 Jahren. Unterstützt wurden die peruanischen Kinder neben vielfältiger Förderung  vor allem im Bereich Schulwesen. Das Motto der 49. Sternsingeraktion 2007 lautet „Kinder sagen ja zur Schöpfung“ -  „Tianay ny Haritanan’Atra“ und führt uns ins Beispielland Madagaskar. In vielen Ländern der so genannten Dritten Welt behindern besonders die Abholzung der Wälder und die Umweltverschmutzung einen wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt. In Madagaskar ist innerhalb der vergangenen 15 Jahre der Baumbestand auf ein Zehntel seiner Ursprungsgröße geschrumpft. Vor allem die junge Generation hat dort die Aufgabe, Alternativen im Umgang mit den Ressourcen zu finden, die Regierung, ihre Eltern und Großeltern zu überzeugen, dass z. B. das Abholzen der Wälder zur Energieversorgung kein Weg in die Zukunft sein kann. Auch wir in Deutschland sind nicht aus der Verantwortung entlassen, für nachfolgende Generationen mit den uns jetzt zur Verfügung stehenden Rohstoffen und unseren natürlichen Lebensgrundlagen, wie Luft, Wasser und Boden sorgsam umzugehen und die Schöpfung zu bewahren, sind wir Menschen doch die Krone der Schöpfung. Zu Hause, im Ofener Bergland, gab es ebenfalls „Dreikönigssänger“. Unser, im Mai 2006 verstorbener Landsmann, der akad. Maler und Grafiker Josef de Ponte, hat diesen Brauch, den er in seiner Jugendzeit erlebte, künstlerisch in einem Bild festgehalten und Maria Bresch geborene Natto hat das Brauchtum in ihrem Buch „Einblick in tiefverwurzelte Traditionen“ beschrieben: „Nach Weihnachten bis zum 6. Januar zogen die "Heiligen Drei Könige" durch unser Dorf. Buben verkleideten sich und gingen mit einem großen Stern von Haus zu Haus und sangen Dreikönigslieder. Sie wurden dafür mit Geld oder Süßigkeiten belohnt. Beim Verlassen des Hauses schrieben sie oder der Hausherr mit einer weißen Kreide das Segenszeichen und die Jahreszahl an den Türsturz, nämlich 19 + C + M + B + (Jahreszahl). Im Volksmund stand dies für Caspar, Melchior und Balthasar. Diese Zeichen blieben das ganze Jahr an dem Türsturz stehen. Der Dreikönigstag beendete am 6. Januar die Weihnachtszeit. Bis zu diesem Tag stand der Christbaum in der Stube. Im Laufe des Tages wurde der Baum abgekrönt "OKRAMT". Der in Seide und Stanniolpapier gewickelte „Szaloncukor“ wurde unter den Kindern verteilt. Manche Stücke waren bis dorthin schon leergegessen. Die größeren Kinder haben oft heimlich aus dem Seidenpapier den Szaloncukor genascht und als Attrappe ein Brotstückchen eingewickelt.“

 

Rosina Schmalzhaf

 

 

Den Brauch der "Dreikönigssinger" des Ofener Berglands hat unser Landsmann, der akad. Maler und Grafiker Josef de Ponte, der diesen in seiner Jugendzeit erlebte, künstlerisch in einem Bild festgehalten:

 

"Dreikönigssinger" - ein Motiv aus dem Ofener Bergland - gestaltet von unserem Landsmann, dem akad. Maler und Grafiker, Josef de Ponte

„Dreikönigssinger“ - ein Motiv aus dem Ofener Bergland - 

gestaltet von unserem Landsmann, dem akad. Maler und Grafiker, Josef de Ponte  V 2006

 

 

Rosina Schmalzhaf

                            

                                                                                            

                                                        

                                   

                                                     

                                                     

 

 

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